Meinungen

Dr. Theo Saxer, Innsbruck

Am 21.9.1991 habe ich den Kurs "Einführung in die Theorie und Praxis der Myozentrik", besucht. Für mich war schon nach wenigen Augenblicken im ITMR klar, dass die jahrelange vergebliche Suche nach einem brauchbaren Konzept, das die strenge gnathologische Denk- und Arbeitesweise überwindet, hier vorgestellt wurde! Hervorheben möchte ich, dass die Kurse neben der fachlichen Kompetenz in einem sehr persönlichen, familiären Rahmen stattfanden.

Die im ITMR vermittelte Denk- und Arbeitsweise der Myozentrik ist integrierender Bestandteil meiner zahnärztlichen Tätigkeit.

Viele Beschwerdebilder im craniomandibulären , orofacialen und cervicalen Bereich sind für mich erst durch die Kursbesuche im ITMR verständlich geworden! Daraus resultiert eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Manualtherapeuten und ganzheitlich orientierten Ärzten. Vielen Patienten mit chronisch therapieresistenten Beschwerden kann jetzt geholfen werden.

Seit 1991 besuche ich regelmäßig alle angebotenen Kurse und Seminare, deren fachliche und menschliche Bereicherung ich nicht missen möchte! In weiterer Folge trat ich 1995 auch dem ICCMO bei.


Dr. Roland Kiefer, Freiburg

Durch die Myozentrik mit den Kursen im ITMR wurde der zahnärztliche Blickwinkel von der mechanistischen Gnathologie zu einer dynamisch funktionellen Sichtweise erweitert mit der Folge einer psychologisch- ganzheitlich ärztlichen Gesamterfassung der zahnärztlichen Patientenprobleme.

Durch interdisziplinär kooperative Zusammenarbeit- soweit möglich - werden dem Patienten ausserzahnärztliche Wege geöffnet zur Erfassung und therapeutischen Bewältigung seiner oft nicht rein zahnärztlich lösbaren Ansprüche an seinen Zahnarzt.


Dr. Brigitte Losert-Bruggner, Lampertheim

Vor 10 Jahren öffnete ich einen Brief, der meine zahnärztliche Tätigkeit entscheidend veränderte. Es handelte sich um eine Kursankündigung von Rainer Schöttl über Kraniomandibuläre Orthopädie und dieses Männchen war abgebildet.


Diese Frage beschäftigte mich seit Aufnahme meiner beruflichen Tätigkeit. Eine wirklich befriedigende Antwort hatte ich trotz sehr vieler Fortbildungen nicht gefunden. Nach dem ersten Kurs im ITMR wusste ich, dass sich mir hier ein Weg zeigt, den ich verantworten und nachvollziehen kann. Die ganzheitliche Betrachtung des Menschen, der bei uns Hilfe sucht. Seit her studiere ich die Zusammenhänge zwischen craniomandibulären Dysfunktionen und Schmerzen aus einem weiteren Blickwinkel und freue mich, dass jedes Jahr neues Wissen dazu kommt. Das logische Nachvollziehen neuromuskulärer Zusammenhänge hat mir wieder Freude an der Therapie meiner CMD-Patienten gegeben, auch wenn diese Therapie manchmal sehr schwer, anstrengend und belastend ist.


Dr. Otto Freund, Innsbruck

Es ist nun doch schon einige Jahre her, dass ich in Erlangen die Kursserie Myozentrik besuchte. Man kann wohl sagen - ganzheitlicher im Konzept war keine Fortbildung in den 20 Jahren meiner selbstständigen Praxistätigkeit. Die Auswirkungen auf unsere Arbeit waren und sind vielseitigst! Wir arbeiten inzwischen routinemäßig mit TENS, im Bedarfsfall mit IPR und K7 - wobei ich den K7 auch als Biofeedback einsetze, um dem Patienten seine Verspannungsmuster deutlich zu machen.

CMD-Screening ist inzwischen genauso Planungsvoraussetzung bei komplexen Fällen wie eine Galvanomessung oder eine EAP-Störfeldmessung. Die etwaige Schienentherapie geht fast immer parallel mit einer entspannenden Manualtherapie ( Triggerpunkte - Haltungsverbesserung etc.), wofür ich in unserer Ordination einen eigenen Raum für Physikal. Begleittherapie eingerichtet habe. Wolfgangs Ohrakupunktur ist eine große Therapiebereicherung - und obwohl mir der Ausbau der Implantologie fast jede freie Stunde raubt, sitze ich oft wieder gerne abends in der Technik und arbeite eine Myozentrik-Schiene aus, da ich vom Konzept überzeugt bin.


ZTM Roman Karg, Worms-Hochheim

Die erste Konfrontation mit der neuromuskulär ausgerichteten Zahnheilkunde vor vielen Jahren bei Rainer Schöttl in Erlangen hat mich viele Probleme, die im zahnärztlichen und zahntechnischen Bereich auftreten können, besser verstehen lassen. Besonders die herausragende Bedeutung der physiologisch ausgerichteten Kieferzuordnung, für die Zahnarzt und Zahntechniker gleichermaßen verantwortlich sind. In der Zahntechnik gilt es, die ermittelte Bisslage so exakt als möglich in der technischen Umsetzung bei Aufbissschienen oder prothetischen Arbeiten beizubehalten und Zahn- und Kieferformen funktionell und ästhetisch zu gestalten.

Neben dem Grundverständnis der myozentrischen Bissnahmetechnik und der neuromuskulär ausgerichteten Kauflächengestaltung hat mir im zahntechnischen Bereich besonders das Berücksichtigen der Hamulus-Incissiven-Ebene (HIP-Ebene) geholfen. Der HIP-Mount , zusammen mit dem HIP-Analyser erlaubt mir eine schnelle Analyse des Oberkiefermodells und eine Artikulation zur kranialen Ebene. Bei nach HIP artikulierten Modellen macht sich ein Absenkfehler weitaus weniger bemerkbar, als dies bei einer Artikulation nach Gesichtsbogen auftritt. Der Einsatz der Kalotte bei der Aufstellung der Oberkieferzahnreihen bewirkt eine gleichmäßige Belastung der Zahnreihen und verhindert weitestgehend laterale und sagittale Fehlkontakte.

Durch die korrekte Positionierung des Oberkiefers wird der Laboralltag wesentlich erleichtert. Es sind weniger Korrekturen erforderlich. Hinzu kommt, dass es sich bei dem, von Rainer Schöttl entworfenen HIP-Systems, um eine preiswerte Alternative zur Einstellung der Okklusionsebene handelt. Ich vergleiche oft die nach HIP ausgerichteten Arbeiten mit denen, die ich nach dem PENTA-System von Staub-Cranial ausgerichtet habe, über das ich ebenfalls verfüge. Dieses wesentlich kompliziertere, zeitaufwendige und sehr teuere System zeigt oft schlechtere Ergebnisse bezüglich der Ausrichtung der Schädelebenen als das einfach und schnell zu handhabende HIP-System. Außerdem kann über das Headline-Vermessungsgerät die Schädelzuordnung überprüft und gegebenenfalls leicht und schnell korrigiert werden.


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